Baden, Di. 31.01.12 17:00
Nachrichten von LPK-Niederoesterreich
Am 31.01.2012, gegen 00.30 Uhr, hörte eine Frau, die mit ihrem Hund am Waldrand spazieren ging Schüsse, die aus Richtung Hotel Sacher hörbar waren. Die Hundebesitzerin verständigte die Stadtpolizei Baden und kurz danach trafen weitere Anrufe ein, die "Böllerschüsse" in diesem Bereich meldeten. Bei der sofortigen Intervention der Funkstreife konnte der Lärm im Wald aus Richtung Ruine Rauheneck geortet und als Schüsse aus einer Faustfeuerwaffe oder Langwaffe erkannt werden. Am Weilburgplatz in unmittelbarer Nähe des Aufganges zur Ruine fanden die Beamten einen verdächtig abgestellten Pkw. Dieser wurde im Zuge des Einsatzes laufend von einem Streifenwagen der Bundespolizei kontrolliert. Die übrigen Streifenbesatzungen nahmen im Bereich des Waldgebietes um die Ruine Aufstellung. Erst gegen 02.25 Uhr konnte der verdächtig abgestellte Pkw in der Weilburgstraße wahrgenommen und angehalten werden. Er wurde von einem 28-jährigen Badener gelenkt und am Beifahrersitz befand sich ein 31-jähriger Mann aus Alland. Bei der Fahrzeugkontrolle fanden die Beamten einen Karabiner K11. Bei der Einvernahme der Verdächtigen am Stadtpolizeiamt gab der Fahrzeuglenker aus Baden zu, die Schüsse von der Ruine Rauheneck aus abgegeben zu haben. Die beiden Männer hatten sich davor 2 Stunden im Waldgebiet bei der Ruine aufgehalten und der Badener habe die Schüsse angeblich vom Turm der Ruine senkrecht in die Luft abgegeben. Er soll so fast 100 Patronen verschossen haben. Da Gewehr habe er im November des Vorjahres in einem Waffengeschäft in Baden gekauft. In einem anderen Waffengeschäft habe er Bestandteile für die Fertigung von Munition gekauft und die Patronen selbst hergestellt. Der Karabiner und der Rest der Munition wurden sichergestellt und an die Waffenabteilung der BH Baden übersendet. Ein durchgeführter Alkomat-Test ergab bei dem Verdächtigen aus Baden einen Wert von 1,0 mg Alkoholgehalt in der Atemluft (entspricht 2,0 Promille Blutalkoholgehalt). Der Führerschein wurde ihm vorläufig abgenommen und ebenfalls der BH Baden übersendet. Nach Abschluss der Erhebungen wird die Anzeige an die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt erstattet.